Die gute alte Löwe-Schere: über 80 Jahre und immer noch nicht müde!
Von Anfang an hat sich nicht viel verändert an den Scheren, teilweise passen sogar die Klingen.
Zeichnung aus der Patenturkunde vom 30. März 1919.
Patenturkunde vom 27. August 1921.
Durch die ausgeklügelte Mechanik gleitet die Klinge mit einem ziehenden Schnitt gegen den Amboß durch das Schnittgut.
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Die gute alte Löwe-Schere: über 80 Jahre und immer noch nicht müde

Es gibt wenige Werkzeuge, die ich so gerne dabeihabe wie meine Löwe-Schere. Eigentlich gehört sie neben einem Messer in die Jackentasche eines jeden richtigen Jägers. Diese Schere hat ein besonderes Prinzip, und zwar schneiden nicht – wie bei einer normalen Schere – zwei Schenkel aneinander vorbei. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine Amboß-Schere, bei der eine bewegliche Klinge auf einen Amboß aus Alu schneidet. Die Bewegung erfolgt mit einem ziehenden Schnitt, der dafür sorgt, daß das Schnittgut nach innen in die Schere gezogen wird und nicht aus der Schere rutscht. Diese pfiffige Konstruktion – fast 100 Jahre alt – ist so genial, daß die Schere alles das zertrennt, was zwischen die Schneiden paßt und sich einigermaßen schneiden läßt.

Besonders bei der Jagd gibt es viele Gelegenheiten, eine solche Schere einzusetzten. Um sich beispielsweise einen Pirschstock aus dem Haselbusch zu schneiden. Auch wenn der Stecken so dick ist, daß er gerade in die Schere paßt, läßt er sich dennoch sauber abtrennen.

Auf dem Hochsitz kommt es oftmals vor, daß einzelne Äste das Sicht- und Schußfeld stören. Jetzt wäre es falsch, mit einem Jagdmesser rumzuschnippeln oder zu versuchen die Äste abzubrechen. Einfach die Löwe-Schere zücken, völlig lautlos die Äste abschneiden und zu Boden fallen lassen – schon steht dem Jagderfolg nichts mehr im Wege. Dieses Vorgehen stört den Ansitz überhaupt nicht. Beim Aufbrechen ist die Schere ebenfalls hilfreich beim Öffnen des Schlosses, so wie auch später beim Zerwirken, wenn die Rippen zerschnitten werden müssen.

Durch die ausgeklügelte und millionenfach bewährte Form läßt sich jedes Teil als Ersatzteil bestellen. Handwerklich Geschickte können die Klinge einfach ausbauen und auf einem Stein nachschärfen. Aufgrund der roten Griffe findet man die Schere auch im Herbstlaub oder im Gras leicht wieder.

Es handelt sich bei der Löwe-Schere um ein Qualitätsprodukt aus deutscher Produktion, keine Baumarkt-Ware. Meine eigene Schere habe ich fast 20 Jahre und bin immer noch zufrieden.

Bestellen Sie gleich mehrere, dann hat jeder in der Familie eine eigene Schere und Sie brauchen Ihre nicht immer wieder zu suchen!