Gutes Benehmen – richtiger Umgang mit der Axt
Gutes Benehmen im Wald heißt: Man nimmt nie die Axt eines anderen, ohne ihn vorher zu fragen. Besser ist noch, den Besitzer zu fragen, ob er schnell die Arbeiten mit seiner Axt erledigt. Er kennt sich damit aus. Wenn sich ein Ungeübter daran versucht, richtet er schnell Schaden an der Axt an (abgebrochener Stiel, Scharten in der Schneide), den der Besitzer nur in stundenlanger Arbeit wieder beseitigen kann. Ein richtiger Waldläufer verleiht seine Axt ohnehin nicht.
Die Axt läßt man im Wald, aber auch in Haus und Hof, nicht einfach herumliegen. Entweder man schlägt sie locker in den Hackklotz, oder man stellt sie mit dem Eisen auf die Erde und dem Stiel an einen Baum oder die Schuppenwand. Niemals sollte man eine Axt einfach irgendwo ins Gras legen. Nicht nur, daß sie durch die Feuchtigkeit Rost ansetzt, ein Tritt auf die Schneide kann böse Folgen haben. Auch schlägt man die Axt niemals in einen lebenden Baum, es sei denn, man will ihn fällen.
Die Axt ist am Nacken abgeflacht, um damit zu hämmern. Das Wichtigste ist aber, niemals – wirklich niemals – mit Eisen auf Eisen zu schlagen. Der relativ weiche Nacken wird an den Kanten ausfransen. Bei passender Gelegenheit werden mit hoher Geschwindigkeit Eisensplitter durch die Luft fliegen, die schlimme Verletzungen verursachen können.
In der nebenstehenden Bildergeschichte sehen Sie übrigens das Schniten eines Zeltherings aus einem Stück Holz.









